Asthmakrise oder Asthmaanfälle: Was verbirgt sich hinter dem Namen?
Das Management von Asthma hat in den letzten Jahrzehnten enorme Veränderungen erfahren. Neue Behandlungsoptionen sind verfügbar und es gibt etablierte internationale Leitlinien wie GINA sowie den neuen Asthma-Behandlungsalgorithmus von EUFOREA. Trotzdem bleibt Asthma bei einem erheblichen Teil der Patienten unkontrolliert. Und Asthma-Exazerbationen stellen weiterhin ein großes Problem dar. Was also tun wir dagegen?
Asthma-Exazerbationen können gelegentlich bei Patienten mit schwerem, unkontrolliertem Asthma auftreten und zu Mortalität sowie großen gesundheitsökonomischen Herausforderungen führen. Die aktuellen internationalen Behandlungsleitlinien zielen darauf ab, Exazerbationen zu verhindern und die Sterblichkeit zu senken. Die Definition der Exazerbation spiegelt möglicherweise nicht die Ernsthaftigkeit oder die psycho-emotionalen Auswirkungen einer plötzlichen Verschlimmerung der Asthmasymptome wider. Daher schlagen führende Experten auf dem Gebiet des Asthmas eine Namensänderung für die Asthma-Exazerbation vor.
Asthma ist nach wie vor eine weit verbreitete chronische Atemwegserkrankung mit einer weltweiten Prävalenz bei Erwachsenen von über 4 % der Bevölkerung. Die Patienten leiden unter einer variablen Atemwegsobstruktion, die zu respiratorischen Symptomen wie Dyspnoe-Anfällen, Aktivitätseinschränkungen und einer beeinträchtigten Lebensqualität führt.
In dieser EUFOREA News Show begrüßen wir Prof. Guy Brusselle, Leiter der Abteilung für Pneumologie am Universitätsklinikum Gent in Belgien und Vorsitzender des Forschungsrats der European Respiratory Society, sowie Prof. Guy Joos, Pneumologe in der Abteilung für Pneumologie an der Universität Gent in Belgien.