Mikrobiom-Transplantation der oberen Atemwege – eine neue Behandlung bei chronischer Sinuserkrankung?

Chronische oder rezidivierende Rhinosinusitis ohne Nasenpolypen (CRSsNP) betrifft zwischen 5 und 12 % der Bevölkerung und ist durch eine anhaltende Entzündung der sino-nasalen Schleimhaut gekennzeichnet. Trotz dieses häufigen Krankheitsbildes bleibt die zugrunde liegende Ursache unklar. Die Behandlung stützte sich historisch auf den Einsatz von Antibiotika, entzündungshemmenden Medikamenten und chirurgischen Eingriffen. Diese Maßnahmen reduzieren die Symptome zwar vorübergehend, doch die Langzeitergebnisse sind oft unbefriedigend. Wir wissen, dass die Nasennebenhöhlen bei gesunden Menschen nicht steril sind. Sie sind von kommensalen Bakterien besiedelt. Diese Bakterien bilden das Mikrobiom. Es scheint nun, dass Störungen in der Zusammensetzung des Mikrobioms durch Krankheitserreger oder auch durch den Einsatz von Antibiotika eine chronische Rhinosinusitis begünstigen können.

Können sich die Symptome der CRS durch die Transplantation des Mikrobioms einer gesunden Person verbessern? Professor Anders Cervin und Dr. Anders Martensson aus Schweden waren Gäste in dieser EUFOREA News Show, um die Ergebnisse des Forschungsprojekts zu diskutieren.

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