Stufenweiser Ansatz zur Einführung der AIT für AR- und Asthmapatienten in der täglichen Praxis in Belgien
Eine BelSACI-Abeforcal-EUFOREA-Erklärung
Allergische Rhinitis (AR) betrifft 23–30 % der europäischen Bevölkerung, wobei in Belgien eine gleiche Prävalenz gemeldet wird. Trotz Leitlinien zur korrekten Anwendung wirksamer Behandlungen bleiben bis zu 40 % der AR-Patienten unkontrolliert. Die Allergen-Immuntherapie (AIT) hat gezeigt, dass sie den Kontrollgrad verbessert, wobei bis zu 84 % der Patienten durch AIT kontrolliert werden. Kürzlich wurden neue Leitlinien für die AIT veröffentlicht, die die klinischen Beweise für die Wirksamkeit verschiedener subkutaner und sublingualer AIT-Produkte bei Patienten mit Allergien gegen luftgetragene Allergene untermauern. AIT bei AR-Patienten reduziert nicht nur nasale und/oder okuläre Symptome, sondern induziert auch Toleranz und hat präventives Potenzial. Die Einführung der AIT in die tägliche klinische Praxis in Belgien und anderen
europäischen Ländern wird hauptsächlich durch Erstattungsprobleme der einzelnen Produkte, aber auch durch verschiedene patienten- und arztbezogene Faktoren behindert. Patienten müssen besser über die Wirksamkeit der AIT und die verschiedenen Verabreichungswege der AIT informiert werden. Ärzte, die AR-Patienten behandeln, sollten Patienten über die toleranzinduzierenden Wirkungen der AIT informieren und benötigen einen harmonisierten und praktischen Leitfaden, der sie bei der Auswahl geeigneter Patienten für die AIT, bei der Wahl evidenzbasierter AIT-Produkte und bei der Einhaltung von Behandlungsprotokollen mit nachgewiesener Wirksamkeit unterstützt. Daher ist ein stufenweiser und ganzheitlicher Ansatz für eine bessere Einführung der AIT im realen Umfeld in Belgien erforderlich.


