Vorhersage des Therapieerfolgs von Biologika bei schwerem Asthma
Das Management von schwerem Asthma wurde in jüngster Zeit durch das Aufkommen von Biologika bzw. monoklonalen Antikörpern, die auf spezifische Mediatoren des Asthmas abzielen, revolutioniert. Diese werden inzwischen in vielen Ländern weltweit routinemäßig als Teil von Behandlungsprotokollen eingesetzt. Sie sind jedoch teuer, daher ist es wichtig sicherzustellen, dass der richtige Wirkstoff dem richtigen Patienten verabreicht wird. Woran erkennen Sie also, ob die Verordnung für die Patienten von Nutzen sein wird?
Etwa 5–10 % der gesamten Asthmapopulation leiden an schwerem oder unkontrolliertem Asthma, was mit einer erhöhten Sterblichkeit, Hospitalisierungen, einer höheren Belastung des Gesundheitssystems und einer schlechteren Lebensqualität verbunden ist. In den letzten Jahren hat die Therapie mit Biologika jedoch das Management dieser Fälle bei Erwachsenen und Jugendlichen verändert. Diese Medikamente richten sich überwiegend gegen Moleküle, die an Typ-2-Entzündungswegen beteiligt sind, und reduzieren dadurch die Entzündung der Atemwege.
Bis heute wurden in den meisten Ländern fünf Biologika offiziell für den Einsatz bei ausgewählten Patienten mit schwerem Asthma zugelassen. Omalizumab ist ein anti-IgE-monoklonaler Antikörper. Drei weitere Biologika gehören zu einer anderen Klasse: Mepolizumab, Reslizumab und Benralizumab. Sie alle zielen auf den Interleukin-5-(IL-5)-Signalweg ab. Schließlich wirkt Dupilumab gegen den Interleukin-4-(IL-4)-Rezeptor und blockiert die Signalwege von IL-4 und IL-13. Die größte Herausforderung bei Biologika bleibt die Vorhersage des Therapieerfolgs bei schwerem Asthma sowie die Auswahl des richtigen Biologikums für den richtigen Patienten.
Erfahren Sie mehr von Prof. Milos Jesenak, Mitglied des EUFOREA-Expertenpanels für Asthma und Professor für Pädiatrie an der Jessenius Faculty of Medicine der Comenius-Universität in der Slowakei, sowie von Prof. Vibeke Backer, Mitglied des EUFOREA-Expertenpanels für Asthma und leitende Fachärztin für Pneumologie in der HNO-Abteilung und am Centre for Physical Activity Research am Rigshospitalet in Kopenhagen, Dänemark.