Nasennebenhöhlen

In diesem Modul behandeln wir die Grundlagen, um Ihnen zu helfen, chronische Rhinosinusitis oder CRS zu verstehen. Doch zunächst beginnen wir mit einer wichtigen Frage:

Warum haben wir überhaupt Nasennebenhöhlen?

Nasennebenhöhlen sind kleine, luftgefüllte Hohlräume in Ihrem Kopf, die mit Ihrer Nase verbunden sind. Stellen Sie sich diese als winzige Lufttaschen hinter Ihrer Nase, Ihren Wangen und Ihrer Stirn vor. Sie sind mit weichem, feuchtem Gewebe ausgekleidet und helfen Ihrem Körper auf drei wichtige Arten:

  • Reinigung der Atemluft: Sie fangen Staub und Keime ab.
  • Befeuchtung und Erwärmung: Dadurch wird die Luft angenehmer, bevor sie Ihre Lungen erreicht.
  • Schutz Ihres Gehirns: Sie wirken wie Airbags, um Stöße abzufedern, wenn Sie sich den Kopf anstoßen.

Außerdem spielen sie sogar eine Rolle dabei, Ihrer Stimme ihren einzigartigen Klang zu verleihen!

Was ist CRS?

CRS entsteht, wenn das weiche Gewebe in Ihren Nasennebenhöhlen und Nasengängen anschwillt und gereizt wird. Diese Schwellung und Reizung werden als Entzündung bezeichnet. Es ist Ihr Immunsystem, das arbeitet, um Sie zu schützen, ähnlich wie bei einer Erkältung. Bei CRS beruhigt sich das Immunsystem jedoch nicht, wenn es sollte, oder das weiche Gewebe wird kontinuierlich durch äußere Auslöser gereizt (wie Zigarettenrauch, Luftverschmutzung oder Reizstoffe am Arbeitsplatz wie Staub, Gase, Dämpfe und Rauch).

Diese anhaltende Entzündung oder Reizung kann zu Symptomen führen, die 12 Wochen oder länger andauern, darunter:

  • Eine verstopfte oder blockierte Nase, die das Atmen durch die Nase erschwert
  • Eine laufende Nase oder Schleim, der den Rachen hinunterläuft (postnasaler Tropf)
  • Verminderter Geruchssinn
  • Gesichtsschmerzen oder Kopfschmerzen

CRS ist eine recht häufige Erkrankung – etwa 1 von 10 Menschen in Europa leidet darunter. Es kann schwierig sein, CRS vollständig zum Verschwinden zu bringen, aber mit der richtigen Behandlung und vorbeugenden Maßnahmen fühlen sich viele Menschen deutlich besser und können ihre Symptome im Alltag leichter bewältigen.

Was verursacht CRS?

Die genauen Gründe für diese langanhaltende Entzündung sind nicht vollständig verstanden. Wir wissen jedoch, dass mehrere Faktoren zu CRS beitragen können, wie zum Beispiel:

  • Zigarettenrauch
  • Einatmen verschmutzter oder verunreinigter Luft, die Ihre Nase reizt
  • Allergie gegen Pollen, Hausstaubmilben, Tierhaare, Schimmel oder andere eingeatmete Partikel
  • Hormonelle Veränderungen, wie während der Schwangerschaft oder Menopause
  • Von Ihrer Familie vererbte Merkmale (Genetik)
  • Größere Anomalien in der inneren Struktur der Nase

Was sind Nasenpolypen?

Es gibt zwei Arten von CRS:

  1. Mit Nasenpolypen (CRSwNP)
  2. Ohne Nasenpolypen (CRSsNP)

Nasenpolypen sind weiche, runde Wucherungen, die sich in Ihrer Nase oder Ihren Nasennebenhöhlen bilden können. Sie sehen aus wie winzige Trauben und entstehen aufgrund dieser langanhaltenden Entzündung. Obwohl diese Polypen größer werden können, ist die gute Nachricht, dass sie nicht krebsartig sind und sich nicht in Krebs verwandeln werden.

Wenn Sie (große) Nasenpolypen haben, könnten Sie:

  • Schwierigkeiten beim Riechen haben
  • Gesichtsschmerzen/-druck verspüren
  • Das Gefühl haben, dass Ihre Nase immer verstopft ist
  • Anfälliger für Infektionen sein

Gemeinsam mit unserem Patientenbeirat haben wir diesen Subtyp (CRSwNP) als Nasenpolypen-Syndrom bezeichnet. Wir haben sogar eine vollständige Publikation zu diesem patientenfreundlichen Begriff verfasst, die hier kostenlos zugänglich ist.

Auf einen Blick

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Übersicht

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