Wie diagnostiziert Ihr Hausarzt Asthma?

Ihr Hausarzt oder Allgemeinmediziner wird verschiedene Maßnahmen ergreifen, um festzustellen, ob Sie an Asthma leiden:

  • Befragung zu Ihren Symptomen: Der Arzt wird mit Ihnen sprechen, um zu verstehen, wie Sie sich fühlen und welche Beschwerden Sie haben.
  • Befragung zu Ihrer Krankengeschichte: Gibt es Familienmitglieder mit Asthma oder Allergien? Rauchen Sie, sind Sie Passivrauch ausgesetzt oder kommen Sie am Arbeitsplatz mit Schadstoffen in Kontakt?
  • Durchführung einer gründlichen körperlichen Untersuchung: Der Arzt wird sich auf Ihren Brustkorb, Ihre Nase, Ihren Rachen, Ihre Ohren und Ihre Augen konzentrieren. Beispielsweise wird der Arzt Ihren Brustkorb mit einem Stethoskop auf pfeifende Atemgeräusche abhören.
  • Testen der Lungenfunktion: Es gibt verschiedene Atemtests, die Ihr Hausarzt oder eine Asthmapflegekraft durchführen kann, sofern die entsprechenden Geräte in der Praxis vorhanden sind. Die am häufigsten durchgeführten Lungenfunktionstests sind die Spirometrie und die Peak-Flow-Messung. Spirometrie-Tests messen die Luftmenge, die Sie mit einem forcierten Atemzug ausatmen können. Ein Peak-Flow-Test misst, wie schnell Sie die Luft aus Ihrer Lunge blasen können.
  • Prüfung auf Allergien: Falls Allergien Ihre Symptome auslösen könnten, kann Ihr Hausarzt je nach Verfügbarkeit einen Prick-Test durchführen oder eine Blutuntersuchung empfehlen.
  • In einigen Fällen sind zusätzliche Untersuchungen erforderlich, um andere Erkrankungen auszuschließen, die Asthmasymptome imitieren können. Erfahren Sie, wann Ihr Hausarzt Sie an einen Spezialisten überweisen könnte.

Wie diagnostiziert Ihr Spezialist Asthma?

Spezialisten, wie z. B. Pulmologen (Lungenfachärzte), können fortgeschrittenere Tests durchführen, um Ihre Asthma-Diagnose zu bestätigen und die Ursache Ihrer Symptome zu finden. Sie könnten auch einige der bereits vom Hausarzt durchgeführten Tests wiederholen, wie zum Beispiel:

  • Spirometrie: Sie misst die Luftmenge, die Sie mit einem forcierten Atemzug ausatmen können (siehe oben). Spezialisten führen oft einen Bronchospasmolysetest (BDR-Test) zusammen mit der Spirometrie während desselben Termins durch. Diese Kombination hilft Ihrem Arzt festzustellen, ob Ihre Atemwege auf Medikamente ansprechen – und wenn ja, wie stark sich Ihre Lungenfunktion dadurch verbessert.
  • Peak-Flow-Test: Um zu messen, wie schnell Sie Luft aus Ihrer Lunge blasen können (siehe oben).
  • Prüfung auf Allergien: Wenn Allergien Ihre Symptome auslösen könnten, kann Ihr Arzt einen Prick-Test oder eine Blutuntersuchung empfehlen. Nicht alle Hausarztpraxen bieten diese Art von Tests an (siehe oben).

Zusätzlich dazu führen Spezialisten Folgendes durch:

  • Provokationstests: Ihr Arzt kann Provokationstests, wie den Methacholin- oder Mannitol-Test, zur Asthmadiagnose einsetzen. Diese Tests messen, wie empfindlich Ihre Lunge auf Auslöser reagiert, die eine Verengung Ihrer Atemwege verursachen können.
  • Messung des exhalierten Stickoxids oder FeNO-Test: Dieser Test misst die Menge an Stickoxid in der Ausatemluft. Erhöhte Stickoxidwerte können ein Anzeichen für Entzündungen in Ihren Atemwegen sein, was bei Erkrankungen wie Asthma häufig vorkommt.
  • Bluttest zur Messung Ihrer Eosinophilen-Werte. Eosinophile sind eine Art von weißen Blutkörperchen, die für Entzündungen verantwortlich sind. Menschen mit hohen Eosinophilen-Werten können verstärkte Schwellungen in den Atemwegen aufweisen, was zu Asthmasymptomen führen kann.
  • Oszillometrie (oder Forced Oscillation Technique, FOT): Dieser Test misst die Lungenfunktion mittels sanfter Druckwellen während der normalen Atmung zur Asthmadiagnose. Er ist einfacher als die Spirometrie, da keine tiefen Atemzüge oder kräftiges Ausblasen erforderlich sind.
  • Sputum-Induktionstest: Hierbei müssen Sie eine frische Sputum-/Schleimprobe abgeben, die anschließend auf verschiedene Zellen in Ihren tieferen Atemwegen analysiert werden kann.

Wann wird eine CT-Untersuchung in Betracht gezogen?

Die meisten Menschen mit Asthma benötigen keine bildgebenden Verfahren wie eine CT-Untersuchung. Wenn jedoch jemand an schwer kontrollierbarem Asthma leidet, insbesondere bei schwerem Asthma, kann eine CT-Untersuchung in Betracht gezogen werden.

Bei Personen ohne eindeutige Asthma-Diagnose kann eine CT-Untersuchung helfen, andere, weniger häufige Erkrankungen auszuschließen, die die Symptome von Asthma imitieren. Einige Patienten leiden neben Asthma an einer weiteren Erkrankung, die ihre Symptome verschlimmert. Wenn Asthma bereits diagnostiziert und bestätigt wurde, kann eine CT-Untersuchung manchmal helfen, Probleme wie Schleimbildung (sogenannte Schleimpfropfen) oder andere Probleme in den tieferen Atemwegen zu finden. Diese Probleme führen zu einem eingeschränkten Luftstrom sowie einer verringerten Lungenfunktion und stehen oft im Zusammenhang mit schwererem Asthma.

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